Mit dem Schulbus, oder besser gesagt, mit einem stark besetzten Linienbus zur Schule zu fahren, ist für die meisten Schülerinnen und Schüler belastend. Volle Busse können zu Konflikten und aggressivem Verhalten führen.

Auch die Busfahrerinnen und Busfahrer sind einer hohen Belastung ausgesetzt. Sie müssen auf den Verkehr achten, den Fahrplan einhalten und sich ggf. um laute, störende oder gar aggressiv auftretende Schülerinnen und Schüler kümmern.

Aus der Vergangenheit wissen wir, dass sich dies mit Hilfe der Schulbusbegleiterinnen und Schulbusbegleiter verbessern lässt. Die Schülerbeförderung verläuft wesentlich ruhiger, weil weniger gedrängelt wird. Es werden weniger Sitze beschmiert oder gar aufgeschnitten oder andere Sachbeschädigungen im Bus verübt. Kurz: Es lohnt sich für alle Beteiligten, Schulbusbegleiterinnen und Schulbusbegleiter auszubilden und einzusetzen.

Da sich der Landkreis Altenkirchen ganz aus der Ausbildung zurückgezogen hat, hat der Vorstand der Kreisverkehrswacht des Landkreises Altenkirchen e.V. (KVW) in seiner Sitzung im Januar 2018 beschlossen, diese Ausbildung im Rahmen zur Förderung der Jugendarbeit zu übernehmen.

Die Unfallkasse Rheinland-Pfalz in Andernach hat sich zwar aus dem aktiven Teil der Ausbildung zurückgezogen, steht aber dem Projekt nach wie vor mit Rat und Tat zur Seite.

Im Jahre 2018 konnte die KVW bereits fünf Schulen im Landkreis Altenkirchen für den Schulbusbegleitdienst gewinnen und zwar die F.W.-Raiffeisen-Schule, Integrierte Gesamtschule Hamm/Sieg, das Westerwald-Gymnasium Altenkirchen, die August-Sander-Schule, Realschule plus und Fachoberschule Altenkirchen, die Hermann-Gmeiner-Realschule Plus Daaden und die IGS Integrierte Gesamtschule Horhausen. In der F.W.-Raiffeisen-Schule Hamm/Sieg wurde bereits ein zweiter Ausbildungsgang bzw. eine Folgeausbildung durchgeführt.

Die Ausbildung der Schulbusbegleiter ist keine Erfindung der KVW. In der Zeitspanne von 2004 bis Mitte 2016 wurden an verschiedenen Gymnasien, Realschulen und Integrierten Gesamtschulen im Landkreis Altenkirchen insgesamt 1375 Schülerinnen und Schüler zu Schulbusbegleiterinnen bzw. Schulbusbegleiter durch die Koordinierungsstelle Verkehrssicherheit der Kreisverwaltung Altenkirchen, welche im Jahre 2004 eingerichtet wurde, ausgebildet.

Wir freuen uns daher umso mehr, dass es zukünftig wieder Schulbusbegleiterinnen und Schulbusbegleiter an den Schulen im Landkreis Altenkirchen gibt und bedanken uns sehr bei den Schulen, die dieses sinnvolle Projekt unterstützen.

Ein nicht unerheblicher Bestandteil der Ausbildung ist die selbständige Erarbeitung der Beförderungsregeln. Neben den erforderlichen rechtlichen Belangen werden auch die Sanktionen bei Verstößen behandelt.

Bei diesem Projekt handelt es sich um eine Kooperationsinitiative der Kreisverkehrswacht des Landkreises Altenkirchen e.V., der Polizei Rheinland-Pfalz, der Unfallkasse Rheinland-Pfalz, der jeweiligen Schule und dem jeweiligen Beförderungsunternehmen.

 
Mit freundlicher Genehmigung der Rhein-Zeitung (Ausgabe Altenkirchen/Betzdorf vom 08.03.2018, Seite 14)
 
https://www.rhein-zeitung.de/region/lokales/altenkirchen-betzdorf_artikel,-sie-sollen-fuerordnung-im-schulbus-sorgen-ausbildung-von-schuelern-wieder-aufgenommen-_arid,1784051.html
 

Im nachstehenden Anhang können sich Schulen den Zeugnisvordruck „Beiblatt zum Zeugnis“ herunterladen, um Schülern die ehrenamtliche Tätigkeit z.B. als Schulbusbegleiter oder Schülerlotsen (Verkehrshelfer) zu bescheinigen. Es hat sich schon mehrfach gezeigt, dass eine solche Bescheinigung hilfreich bei einer Bewerbung war.